20.07.2004
Ein Tag im Wahlkreis 157
Was macht Michael Kretschmer, wenn er im Wahlkreis unterwegs ist? Begleiten Sie ihn virtuell an einem ganz normalen Arbeitstag
08.00 Uhr: Der Tag beginnt mit Terminplanung und Post. Michael Kretschmer sieht seine Briefe durch: Ein Sportverein aus dem Wahlkreis bittet um Unterstützung, um eine Großveranstaltung organisieren zu können. Ein Nieskyer Bürger schildert seine Probleme, mit denen er wegen einer langen Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat. Weil er befürchtet, dass die Ausbildungsplatzabgabe eingeführt werden könnte, hat sich ein Unternehmer aus Görlitz an Michael Kretschmer gewandt. Zwischendurch Telefongespräche. Das Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hat eine Nachfrage zu einer schriftlichen Frage an die Bundesregierung, in der es um die Grenzbrücke über die Neiße in St. Marienthal geht. Als das geklärt ist, kommen die Terminanfragen und Einladungen an die Reihe. Michael Kretschmer soll die Schirmherrschaft für eine Ausbilderkonferenz übernehmen. Wann ist Zeit für das Gespräch, um das ihn die Gewerkschafter gebeten haben? Für die Podiumsdiskussion zu den Auswirkungen der EU-Erweiterung und eine Ausstellungseröffnung ist schon ein Platz im Terminkalender gefunden.
08.55 Uhr: Es ist Zeit, nach Zittau aufzubrechen. Für Landwirte aus der Region, deren Felder durch den Neubau der Bundestrasse 178 zerschnitten werden, hat Michael Kretschmer ein Gespräch organisiert, bei dem die betroffenen Landwirte und der zuständige Abteilungsleiter aus dem Sächsischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit zusammentreffen. Es wird ausgiebig diskutiert und schließlich vereinbart, die Planung für den Neubau noch einmal zu überprüfen und andere Varianten für den Straßenverlauf zu untersuchen.
10.30 Uhr: Die 10. Klasse einer Mittelschule hat ihren Wahlkreisabgeordneten in den Gemeinschaftskundeunterricht eingeladen. Die Schüler sind neugierig: „Wie sind Sie in den Bundestag gekommen?“ “Wie viel Urlaub hat ein Bundestagsabgeordneter?“ „Warum verdienen die Menschen im Osten weniger als im Westen?“ „Wie stehen Sie zur Gesundheitsreform und der Praxisgebühr von 10 Euro?“ Aus den Fragen der Schüler entwickelt sich ein lebhafter Gedankenaustausch, der erst durch das Pausenklingeln beendet wird.
11.45 Uhr: Der nächste Termin führt Michael Kretschmer ins Zittauer Gebirge. Dort sorgt sich der Ortsvorsteher einer Gemeinde um die örtliche Grundschule. Sinkende Schülerzahlen gefährden den Bestand dieser Schule. Die Schließung droht.
13.30 Uhr: Bautzen, Arbeitsmarktgespräch in der Agentur für Arbeit. Der Leiter der Agentur berichtet über die Situation in der Region. Die Arbeitslosigkeit ist seit Jahren hoch, die Akquirierung neuer Stellen ist schwierig.
16.00 Uhr: Bürgersprechstunde im Wahlkreisbüro in Löbau. Fünf Bürger haben sich für heute angemeldet. Wieder sind es persönliche Nöte, mit denen sich die Menschen an Michael Kretschmer wenden. Eine Bürgerin würde so gerne wieder arbeiten, findet aber trotz vieler Bewerbungen keine Stelle. Ein Mann hat Probleme mit der Arbeitsagentur wegen einer ABM-Stelle. Michael Kretschmer wird später in einem Telefonat mit der Agentur noch einmal nachfassen, ob man hier nicht doch etwas für den Mann tun kann. Ein anderer Bürger ist gekommen, weil er sehr spezielle Fragen zur Rechtmäßigkeit von Grundstücksverkäufen hat. Michael Kretschmer notiert sich die Fragen, um sich bei den Fachleuten in der Bundestagsfraktion zu erkundigen und später in einem ausführlichen Brief zu antworten.
19.00 Uhr: Der CDU-Ortsverband Reichenbach hat zu einer öffentlichen Ortsverbandssitzung eingeladen. Michael Kretschmer berichtet von der aktuellen Politik in Berlin. Die Anwesenden haben viele Fragen. Michael Kretschmer nimmt sich Zeit und steht ihnen Rede und Antwort.
Mehr zur Arbeit von Michael Kretschmer in seinem Wahlkreis lesen Sie in "Blickpunkt Bundestag"