Besuch am Curie Gymnasium in Görlitz

Schule mal anders am Curie Gymnasium Görlitz

verfasst am 16.04.2026

Engagement, Verantwortung und klare Fragen: Ein Besuch, der zeigt, wie wichtig der direkte Austausch mit Schülerinnen und Schülern ist

Im Mittelpunkt des Besuchs von Michael Kretschmer am Curie Gymnasium Görlitz stand eine besondere Unterrichtsstunde mit engagierten Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 10 bis 12. Junge Menschen, die sich in ihrer Schule überdurchschnittlich einbringen, nutzten die Gelegenheit, um ihre Fragen direkt an den Ministerpräsidenten zu richten – offen, kritisch und zugleich konstruktiv.

Die Themen zeigten eindrucksvoll, was die junge Generation bewegt: Fragen zum Sondervermögen und der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen, zur Zukunft von ÖPNV und Bahn sowie zu Zusammenschlüssen von Zweckverbünden standen ebenso im Raum wie die Finanzierung des Flughafens Dresden oder das Wahlrecht ab 16 Jahren. Doch es ging auch um sehr Persönliches – etwa um die Frage, warum man Politiker wird, obwohl man häufig Anfeindungen ausgesetzt ist.

Kretschmer antwortete darauf offen und nahbar:
„Ich habe hier viele positive Erfahrungen gemacht und bin tollen Menschen in Sachsen begegnet. Das bestärkt und motiviert mich in meiner Arbeit.“

Gleichzeitig zeigte er großes Interesse an der Arbeit der Schule selbst – insbesondere am Titel „Klimaschule“, den das Curie Gymnasium trägt. Dieser steht für ein besonderes Engagement im Bereich Umweltbildung und Nachhaltigkeit: Projekte zum Klimaschutz, ein bewusster Umgang mit Ressourcen sowie die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler in entsprechende Initiativen prägen den Schulalltag und machen die Schule zu einem wichtigen Impulsgeber für nachhaltiges Denken in der Region.

Im Anschluss an die Unterrichtsstunde fand ein intensiver Austausch mit der Schulleiterin und dem stellvertretenden Schulleiter statt. Dabei wurden die konkreten Herausforderungen im Schulbetrieb offen angesprochen – vom Lehrermangel über Finanzierungsfragen bis hin zu Ideen für stärkere Kooperationen mit Wissenschaft und regionalen Unternehmen.

Der Besuch hat einmal mehr gezeigt: Der direkte Dialog mit jungen Menschen ist unverzichtbar. Ihre Perspektiven, Fragen und Ideen sind ein wichtiger Kompass für politische Entscheidungen – gerade mit Blick auf die Zukunft unseres Landes.

Fotos: Pawel Sosnowski