Besuch bei KNDS in Görlitz

KNDS stärkt Görlitz als Industriestandort mit Zukunft

verfasst am 30.06.2026

Am ehemaligen Waggonbau-Standort entsteht ein moderner Produktionsstandort für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie – mit gesicherten Arbeitsplätzen, neuen Perspektiven und einem klaren Bekenntnis zur Region.

Der ehemalige Waggonbau-Standort in Görlitz steht exemplarisch für den industriellen Wandel in Sachsen. Wo über Jahrzehnte Schienenfahrzeuge gebaut wurden, entsteht nun Schritt für Schritt ein moderner Standort von KNDS. Bei einem Besuch vor Ort informierte das Unternehmen gemeinsam mit der Belegschaft und Medienvertretern über den aktuellen Stand der Transformation, die künftigen Produktionsabläufe und die weitere Entwicklung des Werkes.

KNDS investiert mehr als 100 Millionen Euro in die Modernisierung des Standortes. Bereits heute ist ein wesentlicher Teil der Werksflächen umgebaut. Damit wird sichtbar, dass der Übergang vom bisherigen Alstom-Standort hin zu einem neuen industriellen Schwerpunkt in Görlitz voranschreitet.

Für die Region ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung. Rund 300 frühere Alstom-Beschäftigte arbeiten inzwischen wieder am Standort Görlitz. Bis zum Jahresende soll diese Zahl auf etwa 400 steigen. Mit dem weiteren Wachstum des Unternehmens werden zusätzliche ehemalige Alstom-Mitarbeiter in Görlitz eine neue berufliche Perspektive erhalten. Weitere rund 200 Beschäftigte sind im Zuge der Umstellung an den Alstom-Standort Bautzen gewechselt.

Ministerpräsident Michael Kretschmer machte bei seinem Besuch deutlich, dass sich der gemeinsame Einsatz für den Erhalt industrieller Arbeitsplätze gelohnt hat. Die vorhandenen Kompetenzen der Beschäftigten bleiben in der Region, Arbeitsplätze werden langfristig gesichert und Görlitz entwickelt seine industrielle Stärke weiter.

Im Austausch mit KNDS-CEO Florian Hohenwarter und Standortleiter Enrico Blocksdorf wurde deutlich: Das Unternehmen bekennt sich klar zu Görlitz. Die Beteiligung des Bundes an KNDS unterstreicht zusätzlich die strategische Bedeutung des Unternehmens für Deutschland und Europa.

Der Freistaat Sachsen bietet mit seiner starken Industrie, gut ausgebildeten Fachkräften und einer leistungsfähigen Forschungslandschaft hervorragende Voraussetzungen für Unternehmen wie KNDS. Görlitz verliert mit diesem Wandel nicht an industrieller Bedeutung – im Gegenteil: Der Standort erfindet sich neu und leistet künftig einen wichtigen Beitrag zur Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie zur Modernisierung der Bundeswehr.

Fotos: privat